Am Mittwoch den 29. April konstituierte sich der Ortsbeirat Fellingshausen – und startete gleich in eine Mammutsitzung.
Nachdem Alfons Lindemann als ausscheidender Ortsversteher die Sitzung eröffnet hatte, sprach Bürgermeisterin Ortmann ein Grußwort, dann startete man zur Wahl.


Zum neuen Ortsvorsteher wurde Udo Failing gewählt, seine Stellvertreterin ist Jana Bellof.


Zur 1. Schriftführerin wurde Susanne Mauracher gewählt, die bei den Wählerstimmen den sechsten Platz einnahm, ihr Stellvertreter ist Bernhard Seitz.

Der neue Ortsvorsteher eröffnete mit dem Punkt „Verschiedenes“ eine Vielzahl von Baustellen: Feuerwehrgerätehaus – Waldkita – Radwegeausbau – Aussenanlage der Kita Fuchsbau – Budget des Ortsbeirats – Brunnen im Friedhofspark.
Weitere Themen wurden aus dem Publikum eingebracht: Jugendraum – Mitfahrbank – Auffahrhilfen für Rollstühle..

Aus dem alten Feuerwehrgerätehaus wird alles ausgeräumt nach der Devise „was nicht gebraucht wird, kommt weg!“ Der Raum, der gemeinsam mit der Tagespflege beheizt werden kann, ist als Schulungsraum gedacht und als Notunterkunft für die Kinder der Waldkita. Die normale Bestuhlung bleibt, ebenso die Toiletten. Es reichen Höckerchen und Verkleinerungssitze, da es sich eben um eine Notunterkunft handelt.
Waldkita: Obwohl er viel näher liegt, ist der TSV-Raum am Sportplatz als Notunterkunft nicht geeignet, denn die Wände haben im unteren Bereich Schimmel.

Bernhard Seitz hat von der Bürgermeisterin gehört: „Wenn der Feuerwehrbau fertig ist, wird der Weg zwischen Fellingshausen und Feuerwehr gemacht“.
Frau Ortmann: Wir reden da bei einem Radweg von 2 – 300.000€, die im Haushalt nicht drin sind. Beihilfen gibt es nicht, da auf der gegenüberliegenden Seite bereits ein guter Radweg existiert. Er mündet in die Elsa -Brandström-Straße. Außerdem müssten wieder diverse Gutachten eingeholt werden, so dass es ohnehin nicht zum Bau kommt, bevor 2-3 Jahre vergangen sind. Der Bauhof wird den Weg abziehen und mit Bessunger Kies ausgleichen. Die Gemeinde hat 40 Millionen Schulden, aber eine Arbeit wie angegeben, kann vom Bauhof geleistet werden.

Aussenanlage der Kita Fuchsbau: Der TÜV hat die Aussenanlage der Kita zum Teil gesperrt. Pfarrer Schweitzer hat den Bedarf für Renovierungsarbeiten auf 60.000€ beziffert. Dieser Betrag wurde bereits im Haushalt eingestellt. Mit notwendigen Holzarbeiten hat die Seniorenwerkstatt schon begonnen. Der Berg mit der Rutsche muss abgetragen werden, da sich unten drunter evtl. problematischer Bauschutt befinden soll. Daher dürfen auch die Eltern diese Arbeit nicht durchführen – wie es früher üblich war.

Der Brunnen im Friedhofspark ist defekt. Der Wasserzufluss vom Wasserspeicher ist nicht mehr nutzbar, da der Speicherzufluss kaputt ist. Wenn der Brunnen betätigt wird, lässt man über 4 Stunden Trinkwasser vom Friedhof einlaufen. Das hält dann bestenfalls 6 Wochen, je nach Hitze. Allerdings ist auch der Abfluss nicht in Ordnung, so das das im Umlauf befindliche Wasser nur schlecht „springt“.

Der neue Ortsbeirat möchte eine Infobox aufhängen, eventuell an der Mehrzweckhalle. Da dafür nur geringe Kosten entstehen, soll ein Versuch gewagt werden.

Budget für jeden Ortsbeirat: Vor einigen Jahren wurde beschlossen, dass aus dem Etat des Bauhofs jeder Ortsbeirat pro Jahr bis zu 3000€ für Reparatur- bzw. Installationsmaßnahmen erhält, die in Eigenregie durchgeführt werden. Die Mittel müssen mit der Gemeindekasse abgerechnet werden.

Aus der Schar der ZuhörerInnen gab es auch einige Vorschläge.
Gabi Montag möchte den Jugendraum im Keller des evangelischen Gemeindesaals in der Pfarrgasse aktivieren und für 12 – 18jährige wieder zugänglich machen. Der Bau- und Sauberkeitszustand ist hervorragend, und der Raum kann sofort genutzt werden. Es gibt ein Tischfußball, Billard, Sofas, eine Küche. Aber es werden BetreuerInnen benötigt. Träger ist die Evangelische Kirche.

Gaby Montag bittet alle, die Lust haben als BetreuerIn mitzumachen, sich bei ihr zu melden. Sie ist medizinische Fachangestellte in der Biebertaler Hausarztpraxis.

Eine Mitfahrbank wird angeregt. Frau Ortmann: In Deutschland steht dann das Problem der Haftpflicht. Die Gemeinde kann das nicht leisten. Vorher sollte der Bedarf geklärt und ggfs. andere Möglichkeiten (es gibt Beispiele dafür) gesucht werden.

Frau Gössl wünscht sich eine Abschrägung der Bürgersteige, um die Straßen auch mit dem Rollstuhl überqueren zu können ohne große Umwege. Die Auffahrhilfen aus Kunststoff sind hilfreich. Frau Ortmann: Hessen Mobil verlangt deren Entfernung, weil sie für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich seien.

Bilderbogen: Ist es da nicht sinnvoll, sich an den Schwächsten zu orientieren? Autofahrer sind innerorts sowieso zu verringerter Geschwindigkeit (50kmh, 30kmh) verpflichtet. Wenn die eingehalten wird, ist die Unfallgefahr sehr gering.

Steffen Balser dankt dem ausscheidenden und dem neuen Ortsbeirat. Was er sagt, ist ein schönes Schlusswort.

Es war nervig, dass anschließend und obwohl es schon nach 22.30 Uhr war, immer noch ein paar Zuhörer etwas sagen mussten, zumal in diesem Raum mit der schlechten Akustik. „Es ist alles gesagt worden, nur noch nicht von allen.“

Der Bilderbogen kann nicht an allen Ortsbeiratssitzungen teilnehmen. Wenn Sie immer gut informiert werden wollen, dann besuchen Sie die Homepage des Ortsbeirates Fellingshausen, die Gerold Rentrop vor den Wahlen eingerichtet hat und auf der Sie immer über das Fellingshäuser Geschehen informiert werden. https://www.ortsbeirat-fellingshausen.de/

Fotos Winfried Senger, Porträts aus Ortsbeirats-Homepage

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