
Etwa 120 Erwachsene und 20 Kinder verfolgten die feierliche Aktion des ersten Spatenstichs vor Kieshaufen und bereitstehendem Bulldozer. 12 Kinder der E-Jugend II der FSG Biebertal hatten kurz zuvor noch gespielt.

Es sei das letzte Spiel auf dem Hartplatz, sagte der Vorsitzende des TSV Fellingshausen, Thomas Weber. Er begrüßte die Vertreter der politischen Gremien, zahlreiche aktive Fußballer der FSG Biebertal und ihrer Stammvereine mit der SKG Rodheim, der SpVgg Frankenbach, des TSV Fellingshausen und auch die Förderfreunde Fußball Biebertal, die allesamt im Konsortium als GbR die Trägergemeinschaft für das Kunstrasenprojekt bilden. Beispielhaft wurde das Engagement von Gerhard Schulze, Vorsitzender der SKG Rodheim, Volker Reeh vom TSV Fellingshausen und Burghard Mandler vom Spielausschuss gewürdigt. „Sie haben acht Jahre lang gegen viele Widerstände gekämpft. Aber jetzt sind 365 Tage Fußballspiel möglich – und das bei jedem Wetter.“



Professor Zielinski
Henri Mohr
Die Gelder für den Platz kommen von der Gemeinde Biebertal, dem Land Hessen – hier erwähnte er speziell die Übergabe des Schecks in Höhe von 159.000€, den Innenminister Poseck im vergangenen Oktober persönlich vorbeigebracht hatte – und dem Träger selbst, der über einen Anteilsverkauf auf reichlich Spenden hofft.
Bürgermeisterin Ortmann, die wegen 4 Hochzeiten, bei denen sie die Standesbeamtin vertreten hatte, zu spät kam, bezeichnete die erste Aktion vor Baubeginn ebenfalls als Hoch-Zeit – nach jahrelangen Debatten auch in der Gemeindevertretung.. Aber der Platz soll schon im November bespielbar sein.
Proessor Heinz Zielinski vom Sportkreis Gießen lobte alle, die sich so unverdrossen engagiert hatten. „Biebertal kann stolz auf seine Vereine sein.“
Der Vertreter der Aktivenabteilung, André Wiesner, kritisierte auch die benachbarten Vereine, weil sie etliche Spieler in Fellingshausen abgeworben hätten. Ihr eigener Kunstrasen sei ihnen ohne große Anstrengung vor die Füße gelegt worden.
Abschließend meinte der Kreisfußballwart Henri Mohr, er freue sich über jeden Kunstrasenplatz im Kreis Gießen und hoffe, dass alle mitmachen.



Bei der Rede von Herrn Weber bekam ich erstmal einen Schreck als er sagte, es sei das letzte Spiel gewesen. Wieviele Jahre soll dann hier nicht gespielt werden? Als es dann hieß, im November sei der Platz fertig, erschien es mir unglaublich. Wir haben den Stand der Arbeiten 8 Tage später überprüft.
Hier sind die zugehörigen Fotos vom Sonntag, den 30. August:

Fotos Eveline Renell, Winfried Senger


